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Deine beste Arbeit auswählen und arrangieren

Nicht jedes Projekt gehört ins Portfolio. Erfahre, wie du deine stärksten Arbeiten erkennst, sinnvoll kombinierst und so arrangierst, dass deine Fähigkeiten richtig zur Geltung kommen.

12 min Anfänger Februar 2026

Warum die Auswahl entscheidend ist

Ein Portfolio ist keine Sammlung aller deiner Arbeiten — es’s eine strategische Auswahl, die zeigt, wer du als Designer bist. Viele Anfänger machen den Fehler, zu viele Projekte zu zeigen. Das verwirrt potenzielle Kunden und verwässert deine Kernstärken.

Die richtige Auswahl bedeutet Qualität vor Quantität. Du brauchst nicht 50 Projekte — 5 bis 8 starke Arbeiten sind oft überzeugender. Jedes Projekt sollte etwas anderes über deine Fähigkeiten aussagen oder eine spezifische Stärke demonstrieren.

Designer beim Sortieren und Auswählen von Portfolio-Projekten am Schreibtisch mit Notizen und Skizzen

Die Auswahlkriterien kennen

Nicht jede abgeschlossene Arbeit verdient einen Platz in deinem Portfolio. Es gibt mehrere Kriterien, die du überprüfen solltest:

Qualität über alles

Das Design muss zeitlos und professionell wirken. Arbeiten, die du heute schon kritisierst, haben nichts im Portfolio verloren. Sei ehrlich zu dir selbst — würdest du dieses Projekt heute so wieder machen?

Relevanz für deine Zielkunden

Zeige Arbeiten, die dem ähneln, was deine Traumkunden haben möchten. Wenn du Web-Designer für kleine Agenturen sein willst, brauchst du ein großes E-Commerce-Projekt nicht unbedingt. Relevanz schlägt Vielfalt.

Abgeschlossenheit und Beweis

Zeige nur Arbeiten, die wirklich veröffentlicht oder umgesetzt wurden. Dummy-Projekte und Übungen gehören nicht ins Portfolio. Kunden mögen sehen, dass dein Design tatsächlich funktioniert und verwendet wird.

Portfolio-Website mit optimal angeordneten Projekten in strategischer Reihenfolge

Reihenfolge und Anordnung strategisch planen

Die Reihenfolge deiner Projekte ist nicht zufällig — sie’s psychologisch wertvoll. Das erste und das letzte Projekt bleiben am stärksten im Gedächtnis. Diese Premium-Plätze sollten deine allerbesten Arbeiten bekommen.

Beginne mit deinem stärksten Projekt — nicht deinem neuesten. Dies sets den Ton und beeindruckt sofort. Folge dann mit 3-4 weitere starke Arbeiten, die verschiedene Aspekte deiner Fähigkeiten zeigen. Beende mit einem weiteren Highlight, das den Besucher motiviert, dich zu kontaktieren.

Goldene Regel: Zeige deine besten Arbeiten oben auf der Seite. Viele Besucher scrollen nicht bis zum Ende. Mach’s ihnen einfach, deine Qualität sofort zu erkennen.

Vielfalt zeigen ohne zu übertreiben

Es’s wichtig, verschiedene Projekttypen zu zeigen — aber nicht auf Kosten der Qualität. Wenn dein bestes Branding-Projekt nur mittelgut aussieht, weil du es mit einem schwachen Web-Design zeigen möchtest, machst du dich selbst schlecht.

Ein gutes Portfolio zeigt 2-3 Projekttypen oder Branchen. Das gibt potenziellen Kunden Vertrauen, dass du nicht nur in einem Bereich gut bist. Aber jedes Projekt muss mindestens gut sein. Durchschnittliche Arbeiten schwächen dein gesamtes Portfolio, egal wie verschieden sie sind.

Gute Diversität bedeutet:

  • 2-3 verschiedene Branchen oder Projekttypen
  • Mindestens 2 digitale und 1 analoges/Print-Projekt (oder umgekehrt)
  • Wenn möglich, verschiedene Kundengrößen (Startup, KMU, Konzern)
  • Aber ALLE Projekte müssen deine Topqualität zeigen
Verschiedenartige Portfolio-Projekte von Branding bis Web-Design nebeneinander arrangiert

Dein Portfolio ist kein Museum

Denk daran: Dein Portfolio ist nicht in Stein gemeißelt. Es entwickelt sich mit dir. Wenn du neue, bessere Arbeiten fertigstellst, tauschst du alte aus. Selbst wenn ein Projekt anfangs gut genug war — wenn du heute bessere Arbeiten hast, raus damit.

Die beste Auswahl und Anordnung bedeutet: Du brauchst nicht viele Projekte, um beeindruckend zu wirken. 5-8 starke, strategisch angeordnete Arbeiten schlagen 20 durchschnittliche Projekte. Sei kritisch, sei strategisch, und dein Portfolio wird für dich arbeiten.

Bereit, dein Portfolio zu optimieren? Schreib dir auf, welche 3-5 Projekte deine absoluten Favoriten sind. Das’s meist schon ein guter Anfang.

Hinweis zu diesem Artikel

Dieser Artikel bietet allgemeine Richtlinien für die Auswahl und Anordnung von Portfolio-Projekten. Die konkreten Anforderungen können je nach deiner Branche, deinem Stil und deinen Zielkunden unterschiedlich sein. Was für einen UX-Designer funktioniert, muss nicht automatisch für einen Illustrator gelten. Nutze diese Empfehlungen als Ausgangspunkt und passe sie an deine spezifische Situation an.